(Version Aug. 2025)
Definition
Jitterbug ist ein Gesellschaftstanz und gehört zur Familie der Swing-Tänze. Er hat eine lange Tradition und stammt aus den USA. Für die Ausführung des Tanzes existiert eine gut dokumentierte Fachliteratur.
Akrobatiken, Hebefiguren, Trennungen und Sprünge sind erlaubt und erwünscht, müssen jedoch stets mit der musikalischen Phrase verbunden sein.
Kategorie
- Couples
Altersklassen
(Die Altersspanne wird durch folgende Formel definiert: Veranstaltungsjahr – Alter = erlaubtes Geburtsjahr)
- Children: 12 Jahre und jünger
- Junior 1 (Couples): 13–14 Jahre
- Junior 2 (Couples): 15–16 Jahre
- Adult 1: 17 Jahre und älter
- Adult 2: 31 Jahre und älter
- Senior: 50 Jahre und älter
Die Regel der 3-Jahres-Spanne ist anwendbar, ausgenommen für Adult 2 und Senioren. In den Kategorien Adult 2 und Senior müssen beide Tänzer das Mindestalter von 31 bzw. 50 Jahren erreicht haben.
Anzahl der Tänzer
- Couples: 2
Musik
- Alle Runden ausser Jitterbug Solo Show Finale: Musik des Veranstalters
- Finalrunde Jitterbug Solo Show: Musik nach Wahl der Tänzer
Die Musik und der Stil für Jitterbug müssen aus der Zeit 1930er bis 1960er Jahre stammen.
Tempo
- Schneller Jitterbug: 46–48 Takte pro Minute (184–192 BPM)
- Langsamer Jitterbug: 27–28 Takte pro Minute (108–112 BPM)
- Jitterbug Solo Show: freies Tempo
Dauer der Darbietung / Zeitlimits
- Alle Runden ausser Jitterbug Solo Show Finale: 1:30 Minuten, bis zum Ende der musikalischen Phrase
- Finalrunde Jitterbug Solo Show: mindestens 2:00 Minuten, maximal 2:15 Minuten
Charakteristik und Bewegungen
Jitterbug zeichnet sich durch eine lebendige, rhythmische und improvisationsreiche Tanzweise aus. Der Tanz lebt von der Spontaneität und der Fähigkeit, Bewegungen flexibel an die Musik anzupassen.
Haltung (Hold)
Erlaubt. Der Hauptteil der Darbietung soll im Hold getanzt werden.
Erlaubte Figuren und Bewegungen
Erlaubt ist eine Mischung aus Schritten und Bewegungen anderer Swing-Tänze, wie zum Beispiel: – Boogie-Woogie – Be Bop – Lindy Hop – Bugg – West Coast Swing – East Coast Swing
Offensichtliche Choreografien sollen vermieden werden. Improvisation ist das Herzstück des Jitterbug und ermöglicht es, die Schritte flexibel an die Musik anzupassen.
Verbotene Figuren
Keine.
Hebefiguren (Lifts)
- Nur im Finale der Jitterbug Solo Show erlaubt
Hebefiguren sind Bewegungen oder Figuren, bei denen beide Füsse eines Tänzers den Boden verlassen und diese Bewegung mit physischer Unterstützung einer anderen Person ausgeführt wird.
Hebefiguren sind in allen Kinderklassen verboten.
Ausnahme: Sprünge im Einhand-Hold gelten nicht als Lift.
Akrobatische Bewegungen
Erlaubt.
In den Kinderklassen sind Akrobatiken erlaubt, wenn ein Körperteil den Boden berührt. Akrobatiken dürfen nicht dominieren und müssen ohne physische Unterstützung eines anderen Tänzers ausgeführt werden.
Akrobatik umfasst Bewegungen, bei denen sich der Körper um die Sagittal- oder Frontalachse dreht, z. B. Saltos, Handräder oder ähnliche Figuren.
Akrobatische Bewegungen verbessern die Wertung nicht zwingend und können sich negativ auf die Punktzahl auswirken, wenn sie technisch nicht korrekt ausgeführt werden.
Szenische oder Bühnenrequisiten
Nicht erlaubt.
Handrequisiten
Erlaubt nur in der Show-Runde (z. B. Stöcke, Regenschirme, Luftballons, Skateboards, Taschen, Headsets, Masken, Sonnenbrillen/Image-Brillen und andere nicht zur Kleidung gehörende Gegenstände).
Bodenrequisiten
Nicht erlaubt. Requisiten, Flüssigkeiten, Schuhe, Kostüme oder andere Substanzen, die die Tanzfläche oder Bühne verschmutzen, beschädigen oder unsicher machen könnten, dürfen in keiner Disziplin verwendet werden.
Elektrische Geräte (z. B. persönliche Lichteffekte oder Musikgeräte), die an eine Steckdose angeschlossen werden, sind erlaubt, müssen jedoch batteriebetrieben sein.
Brillen und Hörgeräte
Wenn ein Tänzer aus medizinischen Gründen eine Brille tragen muss, wird empfohlen, diese mit einem elastischen Band am oder um den Kopf zu sichern. Hörgeräte müssen ordnungsgemäss befestigt sein.
Verbote / Sicherheit
Verbotene Elemente in Kinderklassen: – Bewegungen, bei denen der Grossteil des Gewichts von einem anderen Tänzer getragen wird – Sprünge von Requisiten aus einer Höhe von mehr als 1 Meter
Bewertung
Bewertet werden unter anderem: – Musikalität – Vielfalt der Tänze und Figuren – Originalität – Gesamteindruck – individuelle Choreografie
Harmonie zwischen Idee, Musik, Tanz, Choreografie, Kostüm und Requisiten ist besonders wichtig.
Ablauf des Wettbewerbs
Qualifikationsrunden:
- In der Eröffnungsrunde werden alle Paare den Wertungsrichtern in einem 1-minütigen Präsentationstanz (Fast Jitterbug) gezeigt. Bei vielen Startmeldungen kann diese Runde in mehrere Gruppen aufgeteilt werden.
- Anschliessend werden die Paare in Vorläufe eingeteilt. Die Anzahl der Paare pro Vorlauf richtet sich nach der Grösse der Tanzfläche und soll 6 Paare nicht überschreiten.
- Alle Paare tanzen zuerst Fast Jitterbug (1:30 Minuten je Heat), anschliessend Slow Jitterbug (1:30 Minuten je Heat).
- Die Wertungsrichter markieren die qualifizierten Paare für Fast und Slow Jitterbug separat.
- In allen weiteren Qualifikationsrunden, einschliesslich Halbfinale, gibt es keinen Präsentationstanz zu Beginn der Runde.
Finalrunde: – Slow Jitterbug: 1:30 Minuten (alle Paare gemeinsam) – Fast Jitterbug: 1:30 Minuten (alle Paare gemeinsam) – Jitterbug Solo Show: jedes Paar einzeln 2:00–2:15 Minuten
Bei einem Direktfinale wird zu Beginn zusätzlich ein 1-minütiger Präsentationstanz Slow Jitterbug getanzt.
Nach Abschluss der ersten beiden Tänze ist eine Pause von mindestens 5 Minuten vor Beginn der Jitterbug Solo Show obligatorisch.
Die Platzierungen erfolgen für jeden Tanz separat. Die Gesamtplatzierung wird mittels Skating-System über alle drei Tänze ermittelt.
Teilnehmer, die ohne triftigen Grund nicht gemäss Startreihenfolge auf der Bühne erscheinen, werden durch den Vorsitzenden der Wertungsrichter disqualifiziert.
Platzierung
Gemäss IDO-Regeln.
Bei Unklarheiten ist das originale Reglement der IDO massgebend.


