(Version Aug. 2025)
1. Allgemeines
Das Jack and Jill DiscoSwing / DiscoFox ist eine Turnierform, bei der die Tanzenden in jeder Runde neu zugelost werden. Es spielt keine Rolle, wie fortgeschritten die tänzerischen Fähigkeiten sind. Entscheidend ist nicht, wie gut einzeln getanzt wird, sondern wie gut die Partner miteinander tanzen und harmonieren.
Jede Person kann teilnehmen, ohne Vorkenntnisse im Turniertanz.
2. Paarzuteilung
Es wird grundsätzlich von Leader und Follower gesprochen.
- Leader kann eine Frau oder ein Mann sein
- Follower kann eine Frau oder ein Mann sein
Die Tanzenden stehen an der Tanzfläche bereit. Die Paarzuteilung erfolgt durch den Veranstalter.
Variante 1 – Standard-Zuteilung
- Frauen stehen auf einer Linie nach Startnummern-Reihenfolge
- Männer stehen gegenüber auf einer Linie nach Startnummern-Reihenfolge
- Es wird in der Regel ohne Übersichtsrunde getanzt
- Die Tanzenden tanzen mit dem Partner, der ihnen vis-à-vis zugeteilt ist
Die Tanzenden werden direkt in Gruppen eingeteilt: – 4 bis maximal 12 Paare pro Gruppe – Die Gruppengrösse wird abhängig von der Grösse der Tanzfläche festgelegt
Beispiel: – Gruppe 1 – Gruppe 2 – Gruppe 3 – Gruppe 4
Variante 2 – Neu-Zulosung pro Runde
- Die Paare werden in jeder Runde neu zugelost
- Tanzende, die sonst miteinander tanzen, dürfen nicht miteinander tanzen
- Wer in einer Runde bereits mit einem Partner getanzt hat, darf nicht erneut mit diesem tanzen
- Sollte keine neue Zuteilung mehr möglich sein, entscheidet der Losentscheid oder die bestehende Zuteilung bleibt bestehen
3. DiscoFox / DiscoSwing – Charakteristik
DiscoFox ist ein Gesellschaftstanz, der regional unter verschiedenen Namen bekannt ist (z. B. Hustle, DiscoSwing, DiscoFox).
Der Tanz besteht aus Grundschritten und Grundschrittvariationen in geschlossener und/oder offener Tanzhaltung. Typische Elemente sind: – Platzwechsel – Drehungen – Wickelfiguren
Der Leader beginnt links, der Follower rechts.
4. Kleidung, Startnummer, Requisiten
- Es darf Strassentanzkleidung getragen werden; spezielle Turnierkleidung ist nicht erforderlich
- Die Startnummer muss gut sichtbar auf dem Rücken von Leader und Follower befestigt sein
- In Ausnahmefällen darf die Startnummer am Bein getragen werden; dies bedarf der Genehmigung durch den Turnierverantwortlichen
- Requisiten sind nicht erlaubt
5. Figuren
- Schwierige Figuren sind nicht erforderlich
- Es genügt, einfach und harmonisch in Tanzhaltung zu tanzen
- Der Tanz muss überwiegend in Tanzhaltung erfolgen
- Einhand- oder Doppelhandhaltung gilt ebenfalls als Tanzhaltung
Beispiele erlaubter Figuren: – Platzwechsel – Drehungen – Wickelfiguren
Nicht erlaubt sind: – Akrobatische oder halbakrobatische Figuren – Hebefiguren (Lifts) – Überschläge – Bodenfiguren (z. B. Bodenwischer) – Schleuder- oder Wurffiguren
Erlaubt: – Maximal 2 Drops (Fallfiguren), jeweils im Slow- und im Fast-Teil
6. Runden
a. Allgemein
Die Paarkonstellationen werden durch den Veranstalter zugelost. Pro Runde wird 2- bis maximal 4-mal getanzt, jeweils 60 bis 90 Sekunden, wobei sich die Paarkonstellation in jeder Runde ändert.
b. Rundenstruktur
Vorrunden: – 1. Vorrunde – Slow, gleicher Musikstil – 2. Vorrunde – Slow, anderer Musikstil – 3. Vorrunde – Fast, anderer Musikstil – 4. Vorrunde – Fast, anderer Musikstil
Hoffnungsrunden (optional): – 1. Hoffnungsrunde – Slow – 2. Hoffnungsrunde – Fast
Zwischenrunden: – 1. Zwischenrunde – Slow – 2. Zwischenrunde – Slow – 3. Zwischenrunde – Fast – 4. Zwischenrunde – Fast
Halbfinale: – 1. Halbfinale – Slow – 2. Halbfinale – Slow – 3. Halbfinale – Fast – 4. Halbfinale – Fast
Finale: – 1. Final – Slow – 2. Final – Slow – 3. Final – Fast – 4. Final – Fast
Übersichtsrunden können bei der Zuteilung gestrichen oder eingefügt werden.
7. Bewertungskriterien
a. Paarharmonie / Gesamteindruck
- Paarharmonie ist das wichtigste Kriterium
- Der stärkere Tänzer passt sich dem Partner an und übertanzt ihn nicht
- Ausdruck von Beziehung, Emotion, Spielfreude und Musikalität
- Harmonisches Zusammenspiel zwischen Leader und Follower
b. Musikalische Umsetzung
- Takt- und Rhythmusgefühl
- Betonung der Höhen und Tiefen der Musik
c. Technische Ausführung
- Drehachsen
- Führungsimpulse
- Körperspannung
- Schwungverhältnisse
- Direkte Figurenübergänge
- Richtungswechsel
- Raumaufteilung
- Kombination verschiedener Bewegungsebenen (Kopf, Hals, Brust, Hüfte, Knie)
d. Schwierigkeitsgrad
- Mehrfachfiguren innerhalb eines Grundrhythmus
- Kombination mehrerer Ebenen
- Statische oder fliessende Ausführung
Der Schwierigkeitsgrad wird nur bei Punktgleichheit berücksichtigt.
8. Wertungssystem
- In Vor-, Hoffnungs- und Zwischenrunden erfolgt die Wertung über Kreuze
- In der Endrunde erfolgt die Wertung über Platzierungen
- Die Auswertung erfolgt nach dem Skating-System oder Punktesystem
- Ab dem Halbfinale werden Punkte, Kreuze oder Plätze vergeben
Die Wertung beginnt mit dem ersten Ton der Musik.
Pro Slow- bzw. Fast-Runde tanzen: – mindestens 3 Paare – maximal 6 Paare
Die Slow- und Fast-Runde ergeben zusammen eine Wertung.
9. Musik / Musiklänge
- Musik im 2/4- oder 4/4-Takt
- Tempo: ca. 88–144 BPM
- Musiklänge pro Runde: 60–90 Sekunden
Wenn der Supervisor die Paarzuteilung vornimmt: – Tanzrunden von 60–90 Sekunden – anschliessend Rotation und erneute Zuteilung
Bei Unklarheiten ist das originale Reglement der IDO massgebend.


