(Version Aug. 2025)
Definition
Die Caribbean Dances umfassen Salsa, Bachata und Merengue.
Caribbean Dance ist eine multidisziplinäre Tanzdisziplin, bei der alle drei Tänze gleichwertig in die Gesamtwertung eingehen. Jeder Tanz wird einzeln bewertet, und die Platzierungen der Paare erfolgen nach dem Skating-System.
In der Finalrunde müssen alle Paare ein Medley tanzen, das aus mindestens zwei der drei Tänze besteht. Es dürfen alle drei Tänze verwendet werden, andere Tänze sind nicht erlaubt. Das Caribbean-Show-Medley wird als zusätzlicher Tanz separat bewertet.
Bei Punktgleichheit zwischen Paaren hat die Leistung im Caribbean-Show-Medley ein höheres Gewicht für die endgültige Platzierung.
Kategorie
- Couples
Altersklassen
(Die Altersspanne wird durch folgende Formel definiert: Veranstaltungsjahr – Alter = erlaubtes Geburtsjahr)
- Children: 12 Jahre und jünger
- Junior 1 (Couples): 13–14 Jahre
- Junior 2 (Couples): 15–16 Jahre
- Junior (Groups, Formations): 13–16 Jahre
- Adult 1: 17 Jahre und älter
- Adult 2: 31 Jahre und älter
- Senior: 50 Jahre und älter
Die Regel der 3-Jahres-Spanne ist anwendbar, ausgenommen für Adult 2 und Senioren. In den Kategorien Adult 2 und Senior müssen beide Tänzer das Mindestalter von 31 bzw. 50 Jahren erreicht haben.
Anzahl der Tänzer
- Couples: 2
Musik
- Vorrunden & Halbfinale: Musik des Veranstalters
- Finale: Musik des Veranstalters oder Musik nach Wahl der Tänzer
Innerhalb eines Heats einer Runde muss dieselbe Musik verwendet werden. Die Musik kann und soll sich von Runde zu Runde ändern, jedoch müssen alle Heats einer Runde mit derselben Musik getanzt werden.
Hinweis: Bei Zeitverkürzungen in einer Runde und längeren Zeiten in der nächsten Runde muss der erste Teil bis zum Zeitlimit identisch sein; der zusätzliche Teil darf neu sein.
Tempo
- Salsa: 50–52 Takte pro Minute (200–208 BPM)
- Bachata: 28–32 Takte pro Minute im 4/4-Takt (112–128 BPM)
- Merengue:
- 30–34 Takte pro Minute im 4/4-Takt oder
- 60–68 Takte pro Minute im 2/4-Takt
Dauer der Darbietung / Zeitlimits
Couples:
– In allen Runden inklusive Finale: exakt 1:30 Minuten, bis zum Ende der musikalischen Phrase
Finalrunde – Caribbean Show Solo Medley:
– Musik nach Wahl des Paares oder des Veranstalters – 2:00 Minuten, maximal 2:15 Minuten
Charakteristik und Bewegungen
Es ist sehr wichtig, dass Bewegungen und Schrittfolgen in jedem Tanz in perfekter Harmonie mit Rhythmus und Charakter der Musik stehen.
Bachata:
Bachata ist karibischen Ursprungs und bewegt sich nicht entlang der Line of Dance (LOD). Die Grundbewegung ist fliessend, eher langsam, romantisch und leidenschaftlich. Die Schritte bestehen aus einem dreischrittigen Bewegungsmuster sowie einer Hebe- bzw. Kippbewegung der Hüfte auf Zählzeit 4, ohne Gewichtsverlagerung.
Der 4. Schlag ist eine Hüftaktion (Heben oder Senken), gezählt als „und 4“, und keine Gewichtsverlagerung. Diese Bewegung ähnelt einer Cha-Cha-Aktion und sollte nur als Variation, nicht als Grundbewegung, verwendet werden. Weitere Rhythmen wie Synkopen, Verlangsamungen und Beschleunigungen dürfen zur musikalischen Interpretation genutzt werden.
Salsa:
Salsa ist lateinamerikanischen Ursprungs und hat sich in den letzten 20 Jahren in verschiedene Stilrichtungen entwickelt. Die vier Hauptstile sind: – Cuban Style – Puerto Rico / New York Style (Street Mambo) – L.A. Style – Columbian (Cali) Style
Alle Stilrichtungen sind erlaubt. Der Grundschritt basiert auf einem zweimal dreischrittigen Muster über 8 Zählzeiten im Rhythmus quick, quick, slow – quick, quick, slow. Es ist erlaubt, auf 1 und 3 oder auf 2 und 4 zu brechen, wichtig ist jedoch die Konsequenz im Timing.
Salsa ist ein sehr populärer Clubtanz, der den Tänzern grosse Freiheit zur Interpretation der Musik bietet. Die Interaktion soll heiss, würzig und lebendig sein, mit typischen Hand- und Armbewegungen sowie wechselnden Handfassungen.
Merengue:
Merengue ist ein lateinamerikanischer Spot Dance und bewegt sich nicht entlang der Line of Dance (LOD). Die Schritte sind kompakt, mit durchgehender lateinamerikanischer Hüftbewegung, teilweise stakkatoartig. Die Grundbewegung ähnelt einem Marschrhythmus, ergänzt durch Synkopen, Verlangsamungen und andere Variationen.
Haltung (Hold)
Erlaubt. Der Hauptteil der Darbietung soll im Hold getanzt werden.
Reihenfolge der Tänze
- Salsa
- Bachata
- Merengue
Routine
Kein Tänzer darf gegen sich selbst antreten.
Hebefiguren (Lifts)
Nicht erlaubt.
Ausnahme: Im Finale der Solo-Performance in den Kategorien Adult und Junior erlaubt.
Hebefiguren sind Bewegungen oder Figuren, bei denen beide Füsse eines Tänzers den Boden verlassen und diese Bewegung mit physischer Unterstützung einer anderen Person ausgeführt wird.
Hebefiguren sind in allen Kinderklassen verboten.
Ausnahme: Sprünge in einem Einhand-Hold gelten nicht als Lift.
Akrobatische Bewegungen
Nicht erlaubt.
Ausnahme: Im Finale der Caribbean Show, wenn die Paare alleine tanzen, kann eine akrobatische Figur erlaubt werden.
Akrobatische Figuren sind in den Kinderklassen verboten.
Als Akrobatik gelten Bewegungen, bei denen sich der Körper um die Sagittal- oder Frontalachse dreht, z. B. Saltos, Handräder oder ähnliche Figuren.
Akrobatische Bewegungen verbessern die Wertung nicht zwingend und können sich sogar negativ auf die Punktzahl auswirken, wenn sie technisch nicht korrekt ausgeführt werden.
Szenische oder Bühnenrequisiten
Nicht erlaubt.
Handrequisiten
Nicht erlaubt.
Ausnahme: Ausschliesslich im Finale der Caribbean Show erlaubt (z. B. Stöcke, Regenschirme, Luftballons, Skateboards, Taschen, Headsets, Masken, Sonnenbrillen/Image-Brillen und andere nicht zur Kleidung gehörende Gegenstände).
Bodenrequisiten
Nicht erlaubt. Requisiten, Flüssigkeiten, Schuhe, Kostüme oder andere Substanzen, die die Tanzfläche oder Bühne verschmutzen, beschädigen oder unsicher machen könnten, dürfen in keiner Disziplin verwendet werden.
Die Verwendung solcher Gegenstände wird mit einer Verwarnung und/oder direkter Disqualifikation geahndet.
Elektrische Geräte (z. B. persönliche Lichteffekte oder Musikgeräte), die an eine Steckdose angeschlossen werden, sind erlaubt, müssen jedoch batteriebetrieben sein.
Brillen und Hörgeräte
Wenn ein Tänzer aus medizinischen Gründen eine Brille tragen muss, wird empfohlen, diese mit einem elastischen Band am oder um den Kopf zu sichern. Hörgeräte müssen ordnungsgemäss befestigt sein.
Verbote / Sicherheit
Verbotene Elemente in Kinderklassen: – Bewegungen, bei denen der Grossteil des Gewichts von einem anderen Tänzer getragen wird
Bewertung
X’ing-System und Platzierungssystem im Finale sowie Skating-System über alle drei Tänze.
Ablauf des Wettbewerbs
Qualifikationsrunden:
- In der Eröffnungsrunde (Salsa) werden alle Paare den Wertungsrichtern in einem 1-minütigen Präsentationstanz gezeigt. Bei vielen Startmeldungen kann diese Runde in mehrere Gruppen aufgeteilt werden.
- Anschliessend werden die Paare in Vorläufe eingeteilt. Die Anzahl der Paare pro Vorlauf richtet sich nach der Grösse der Tanzfläche, soll jedoch 6 Paare nicht überschreiten. Jeder Vorlauf dauert maximal 1 Minute 30 Sekunden.
- Alle Paare müssen jeden Tanz vollständig absolvieren, bevor der nächste Tanz beginnt.
Hinweis: Reihenfolge: zuerst 1 Minute Salsa gemeinsam, danach Salsa je Heat (1:30), dann Bachata je Heat, anschliessend Merengue je Heat. - Die Wertungsrichter markieren die qualifizierten Paare für jeden der drei Tänze separat.
Finalrunde:
Alle Paare tanzen gemeinsam: – Salsa: 1:30 Minuten – Bachata: 1:30 Minuten – Merengue: 1:30 Minuten
Anschliessend tanzt jedes Paar das Caribbean Show Medley einzeln.
Die Platzierung erfolgt für jeden Tanz separat. Die Gesamtplatzierung wird mittels Skating-System über vier Tänze ermittelt: – Salsa – Bachata – Merengue – Caribbean Show
Teilnehmer, die ohne triftigen Grund nicht gemäss Startreihenfolge auf der Bühne erscheinen, werden durch den Vorsitzenden der Wertungsrichter disqualifiziert.
Platzierung
Gemäss IDO-Regeln.
Bei Unklarheiten ist das originale Reglement der IDO massgebend.


